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Innsbruck Tourismus setzt auf das Semantic Web

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Innsbruck Tourismus setzt auf das Semantic Web

Erklärungen, die Suchmaschinen besser verstehen, fördern Buchungen und reduzieren Kosten.

Initiiert wurde das Pilotprojekt ‘Semantic-Web‘ im Rahmen von Tourismus2020 (heute: TourismFastForward). Seither spricht man bei Innsbruck Tourismus vom Web 3.0. Federführend ist kein geringerer als Obmann Dr. Karl Gostner. Seither gehen Wissenschafter des STI-Institutes der Universität in der Innsbruck Tourismus ein und aus. Ihr Auftrag: das Semantic Web. Das Ziel: Buchungen generieren.

Datenflut verringern
Durch die Datenfülle im Internet werden Reisende mehr und mehr überfordert. Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden wird immer schwerer. Die Suchergebnisse sind überquellend. User sind vielfach verwirrt, müssen sie doch die Ergebnisse sortieren und kategorisieren. Andererseits investieren Destinationen immer mehr Geld in E-Tourismus, (Branding, Marketing oder Akquisition), ohne dass die Erfolge im selben Umfang ansteigen.

Teures Marketing vermeiden
Mit dem klassischen Online-Mix allein wird die Bearbeitung eines Marktes immer schwieriger: Bezahlte Suchergebnisse werden teurer, weil die Konkurrenz die Preise in die Höhe treibt. Bannerwerbung gestaltet sich ebenfalls schwierig: Damit ein Banner überhaupt noch angeklickt wird, fließt bereits viel Geld in die Produktion – etwa für Videobanner. Grund genug für die Verantwortlichen von Innsbruck Tourismus, umzudenken und nach Alternativen zu suchen, dem sogenannten ‘Semantic Web‘.

Buchungen fördern
Im Rahmen des Projektes werden Informationen über Hotels, Gaststätten und Tourismusbetriebe semantisch annotiert, also erklärend aufgeschlüsselt. Das Ziel: Den Leistungsträgern, den Tourismusbetrieben und Serviceanbietern den größtmöglichen Nutzen zu verschaffen. Ihre Inhalte werden durch das Semantic Web so strukturiert, dass diese Informationen öfter und besser bei den Suchmaschinen ankommen. Die Nutznießer sind in diesem Falle die Betriebe selbst. Denn vorrangig ist nicht der Buchungskanal des Tourismusverbandes, sondern eine abgeschlossene Buchung für den Betrieb.

Der User muss eine Buchung überhaupt tätigen können – wo ist zweitrangig. Für den Innsbruck Tourismus spielt es eine untergeordnete Rolle, ob direkt beim Hotelier oder auf der Website des Verbandes gebucht wird. Schlussendlich geht es um die Nächtigungen, die im gesamten Verbandsgebiet erzielt werden.

Dr. Karl Gostner: "Social-Media-Kommunikation und neue Technologien sind mir sehr wichtig. Ich als Obmann des Tourismusverbandes unterstütze das Projekt mit der Uni Innsbruck, weil unsere Hotellerie dadurch profitiert."

Dr. Karl Gostner: “Social-Media-Kommunikation und neue Technologien sind mir sehr wichtig. Ich als Obmann des Tourismusverbandes unterstütze das Projekt mit der Uni Innsbruck, weil unsere Hotellerie dadurch profitiert.”

Und so funktioniert das Semantic Web

Das Semantic Web arbeitet wie ein Dolmetscher im Internet: Es übersetzt und erklärt die Inhalte einer Website in ein Format, das Computer und Suchmaschinen verstehen. Damit können Suchmaschinen besser und vor allem exakter das finden, wonach User suchen. Das Semantic Web fungiert also wie ein Dolmetscher und bereitet vorhandene Informationen einer Website Suchmaschinen so auf, dass der User zielgenau jene Inhalte findet, die er sucht.

Aber nicht nur dieses zielgenaue Auffinden wird durch die semantische Aufschlüsselung (Annotation) möglich. Gleichzeitig werden die Inhalte durch eine semantische Annotation leichter gefunden. Die Daten werden dem sogenannten Dolmetscher in einer kategorisierten Art und Weise übergeben, was die Arbeit des Dolmetschers natürlich erleichtert.

Große Buchungsplattformen wie Booking.com, HRS etc. verwenden diese Technologien im Hintergrund seit einigen Jahren und sind damit erfolgreich. Hierzulande ist die Technologie des Semantic Web eher noch ein Fremdwort. Bereits jede 4. Buchung wird im deutschsprachigen Raum über das Internet getätigt. Jedoch bekommen die großen Buchungsplattformen wie HRS und Booking.com immer noch den größten Teil des Kuchens ab, unter anderem auch deshalb, weil sie die semantische Technologie für die bessere Auffindbarkeit im Web bereits seit Jahren einsetzen.

Dacodi – Know-How für den Tourismus in Tirol

Dacodi-Know How für Tourismus in Tirol

 

Dacodi ist eine Technologie hinter Social Media Kanälen. Multi-Channel-Monster gibt es bereits einige auf dem Markt. Dacodi bringt jeodoch einen entscheidenden Vorteil: “Hotels können Inhalte der Verbandswebsites für ihre eigenen Social-Media-Aktivitäten nutzen”, erklärt TV Obmann Dr. Karl Gostner. Entwickel wurde Dacodi vom STI-Institut der Universität Innsbruck und dem Tourismusverband Innsbruck & seinen Feriendörfern. Im Jahre 2015 ist die Markteinführung geplant. Lesen Sie, welche Vorteile die Technologie für den Verband, aber auch für die Hotellerie des Verbandes bringen werden.

Ursprünglich entwickelte man das System, um die Arbeit im Tourismusverband Innsbruck im Bereich Social Media zu erleichtern. Wegen einiger Vorteile von Dacodi wird es nun in der Hotellerie angewandt.

Ursprünglich entwickelte man das System, um die Arbeit im Tourismusverband Innsbruck im Bereich Social Media zu erleichtern. Wegen einiger Vorteile von Dacodi wird es nun in der Hotellerie angewandt.

Dr. Karl Gostner, Obmann von Innsbruck-Tourismus

Dr. Karl Gostner, von Innsbruck-Tourismus

Dr. Karl Gostner, Obmann des Tourismusverbandes Innsbruck und seiner Feriendörfer freut sich über die neuesten Entwicklungen seines Verbandes: “Unsere Social-Media-Verantwortlichen haben zusammen mit der Universität Innsbruck viel geleistet. Social Media ist mir auch deswegen sehr wichtig, weil durch neue Technologien unsere Hotellerie profitiert.”

Es gibt derzeit über 200 Social-Media-Kanäle im Internet – Tendenz steigend. “Ein guter und vor allem aktiver Tourismusverband ist in möglichst vielen dieser Kanäle vertreten zeigt damit Präsenz, was wir in Innsbruck versuchen”, erzählt Gostner. Hilfreich seien also Social-Media-Management-Tools, mit denen man mehrere Kanäle gleichzetig ansteuern kann. Zuerst das einpflegen in Kanälen wie Facebook, Twitter und  Instagramm, dann die Planung der Veröffentlichung. Dacodi kann aber viel mehr als nur publizieren: Durch ein Vorschlagssystem bekommt der Redakteur fixfertige Beiträge präsentiert. Hiervon wählt er lediglich aus und veröffentlicht diese Posts. “Die Arbeit im Online-Marketing wird damit erheblich vereinfacht” freut sich Gostner.

Dacodi – Hotels profitieren von dieser Entwicklung

Ein Projektteam des Verbandes erkannte rasche den hohen Nutzen des Systems und hat die Hotellerie deswegen eingebunden. Im Hintergrund annotierte man die Veranstaltungen und andere Bereiche der unterschiedlichen Webauftritte des Tourismusverbandes. Dadurch wird die automatisierte Ausgabe von vorgeschlagenen Inhalten überhaupt erst möglich. Die Hotellerie, welche an das Dacodi System angeschlossen ist, kann auf diese Inhalte ebenfalls zugreifen. An Dacodi angedockt haben bereits das Hotel Adlers in Innsbruck und das Hotel Kaysers in Mieming. Auf die Ergebnisse und weiteren Entwicklungen sind wir jetzt schon gespannt.

Das Team von Onlim entwickelte das Dacodi Systems. V.l.n.r.: Corneliu Stanciu, CTO - Chief Technology Officer, Dr. Ioan Toma, CEO - Chief Executive Officer, Dr. Anna Fensel, CSO - Chief Scientific Officer.  

Das Team von Onlim entwickelte das Dacodi Systems. V.l.n.r.: Corneliu Stanciu, CTO – Chief Technology Officer, Dr. Ioan Toma, CEO – Chief Executive Officer, Dr. Anna Fensel, CSO – Chief Scientific Officer.

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